Was ist Audio-Video-Planung
Sollen mehrere Räume mit Musik versorgt werden, gibt es zwei verschiedene Konzepte. Bei autonomen Systemen sorgt jeder Raum beziehungsweise der darin Anwesende dafür, dass die passende Musik ertönt. Im Jugendzimmer fetzt dann Rock, in der Stube dröhnt Klassik und im Schlafzimmer säuselt Esoterisches. Dabei wird die Musik in jedem Raum direkt am Abspielgerät ausgewählt. Diese Art von Multiroom-Unterhaltung lässt sich einfach mit bestehenden UPnP- und DLNA-Geräten lösen. Denn grundsätzlich sind Netzwerk und Musikserver mehrbenutzerfähig, und bei der Audioübertragung wird auch die Leistungsfähigkeit des Netzwerkes nicht besonders gefordert.
Will man stattdessen sämtliche Zimmer mit identischer Musik beschallen, benötigt man ein Multimediasystem mit guten Broadcasting-Eigenschaften. Dies ist technisch anspruchsvoller. Denn nun ist es entscheidend, dass es zu keinerlei unkontrollierten Zeitverzögerungen bei der Musikwiedergabe in den einzelnen Räumen kommt. Sonst entstehen lästige Echo-Effekte, wenn die Musik im Foyer ein bisschen später ertönt als jene im Wohnzimmer.
Perfektes Broadcasting lässt sich nur mit darauf ausgerichteten Spezialsystemen implementieren. Denn die einzelnen Geräte müssen gezielt mit Zeitverzögerungen im Netzwerk umgehen können.
Einfache Bedienung dank Zonenmodell
Soll das ganze Haus synchron beschallt werden, stellen sich neben technischen auch menschliche Fragen. Schliesslich will man nicht eine Batterie von Schaltern betätigen, damit beispielsweise an einem Sommerabend die Terrasse und die Stube mit Musik versorgt sind, aber in der Küche Ruhe ist. Bei professionellen Multiroom-Systemen wird dieses Problem meist durch Zonenmodelle gelöst. Je nach Stimmung oder Nutzung werden mehrere Lautsprecher zu einer Zone zusammengefasst. Eine ganze Zone kann dann mit einem Tastendruck lauter und leiser gestellt oder mit anderer Musik versorgt werden.
Follow-me - von Raum zu Raum
Ein drittes Konzept bei der Musikversorgung in mehreren Räumen ist «Follow-me». Dabei wird man beispielsweise am Morgen im Schlafzimmer durch seinen Lieblingssong oder gar durch Live-Nachrichten geweckt. Geht man ins Badezimmer, genügt dort ein Tastendruck, damit diese Musik im Schlafzimmer verstummt und stattdessen im Badezimmer ertönt. Dasselbe passiert, wenn man sich nachher in die Küche und von dort ins Esszimmer begibt. Follow-me-Konzepte bedingen technisch eine zentrale Steuerung der Musikverteilung und werden in der Bedienung knifflig, sobald mehrere Nutzer in einem Haus eine Musikver folgung möchten.
Clevere Ideen in allen Preisklassen
Multiroom-Lösungen finden sich heute in allen Preisklassen am Markt. Günstige Einstiegslösungen lassen sich mit den Streamium-Geräten realisieren. Perfekte Multiroom-Lösungen lassen sich letztlich in Verbindung mit einer kompletten Hausvernetzung und mit Hilfe eines Spezialisten realisieren. Hier «verschwinden» dann Lautsprecher und Bedienelemente in der Wand.